Pixelpark Rien ne va plus

Die verlustreiche Internetagentur schließt ihre französische Dependance. Die Geschäfte übernimmt der IT-Dienstleister Aston.

Berlin – Der defizitäre Internet-Dienstleister Pixelpark  zieht sich aus dem französischen Markt zurück. Paulus Neef hatte bereits auf der Hauptversammlung Ende Juni angekündigt, dass er möglicherweise weitere Sparmaßnahmen ergreifen müsse.

Angesichts eines Rekordverlustes im Jahr 2001 von circa 86 Millionen Euro und liquiden Mitteln von 19,8 Millionen Euro Ende März wird die Luft zunehmend dünner. Zwar hatte Mehrheitsgesellschafter Bertelsmann Ende Juni noch einmal auf die Rückzahlung eines 40 Millionen Euro schweren Kredits verzichtet. Doch angesichts der weiterhin schwierigen Marktlage sieht sich der einstige Börsenstar offensichtlich dazu gezwungen, seinen Sparkurs noch weiter zu verschärfen.

Pixelpark will sich nunmehr auf den deutschen Markt konzentrieren. Die Geschäftstätigkeit von Pixelpark Frankreich sollen ab sofort eingestellt werden. Eine Lösung für die Kunden der Agentur ist bereits gefunden. In einer Pressemitteilung heißt es, als Partner sei der französische IT-Dienstleister Aston gewonnen worden. Das Unternehmen habe mit Wirkung zum 1. August alle operativen Mitarbeiter sowie alle laufenden und anstehenden Kundenaufträge übernommen.

In der Vergangenheit hatte Pixelpark bereits Standorte geschlossen. Die Mitarbeiterzahl sollte Ende Juni bei unter 600 Angestellten liegen, im ersten Quartal waren es noch 1189 Mitarbeiter.

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