Pixelnet Fotoshooting

Ist der Internetdienstleister von Matthias Sawatzky noch zu retten? Sieben potenzielle Investoren haben ihr Interesse angemeldet.

Halle/Wolfen - Für die Übernahme der Pixelnet AG  interessieren sich bislang sieben potenzielle Investoren aus dem In- und Ausland, sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Rechtsanwalt Nikolaus Schmidt. Derzeit gebe es noch Gespräche mit weiteren Interessenten. Noch bis zum 10. August 2002 können Investoren ein offizielles Angebot abgeben.

Ende Juni wußte Pixelnet-Gründer Matthias Sawatzky keinen anderen Weg mehr. der Internetdienstleister und die 100-prozentige Tochter Orwo Media GmbH stellten wegen drohender Zahlungsunfähigkeit einen Insolvenzantrag. Nur kurz zuvor hatte bereits die Pixelnet-Tochter Photo Porst den Gang zum Amtsrichter eingeschlagen.

"Die Chancen, beide Unternehmen am Standort Wolfen zu erhalten, stehen gut, wenn auch mit reduziertem Personal", sagte vorläufiger Insolvenzverwalter Rechtsanwalt Volkhard Frenzel. Derzeit werde in Wolfen voll weitergearbeitet. Dort sind noch 90 Mitarbeiter beschäftigt.

Zugleich kündigte der vorläufige Verwalter nach einer Grobanalyse erste Sanierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen an. Dazu gehöre auch der Abbau von Arbeitsplätzen. Die Außenstelle in niederbayerischen Tiefenbach werde zum 31. Juli geschlossen und die Mitarbeiterzahl in der Entwicklungsabteilung in Berlin reduziert, sagte Schmidt.

Die Pixelnet AG hatte den Foto-Filialisten Photo Porst Anfang 2001 mit rund 1100 Mitarbeitern übernommen. Pixelnet wurde vor gut zwei Jahren am Traditionsstandort der deutschen Filmindustrie in Wolfen gegründet und war im Juni 2000 am Neuen Markt an der Frankfurter Börse gestartet.

Pixelnet und Photo Porst: Das Ende

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