KPNQwest KPN auf Einkaufstour

Der niederländische Telefonkonzern KPN kauft das Eurorings-Netzwerk von KPNQwest.

Amsterdam - Der niederländische Telefonkonzern KPN  hat Teile des für den europäischen Internetverkehr wichtigen Netzwerks Euroring vom insolventen Kabelunternehmen gekauft.

Wie KPN-Sprecher Marinus Potman am Dienstag in Amsterdam mitteilte, habe der Konzern die niederländischen Bereiche des Eurorings-Netzwerkes und das Netzwerk-Betriebszentrum in Den Haag für "mehrere Millionen Euro" übernommen.

KPN ist außerdem an weiteren Eurorings-Bereichen in Deutschland, Belgien und Großbritannien interessiert. Die Verhandlungen über einen Kauf würden fortgesetzt und voraussichtlich mehrere Wochen andauern, sagte Potman.

KPNQwest hatte Ende Mai mit einer Schuldenlast von 2,2 Milliarden Euro insolvent angemeldet. Das gut zwei Jahre vorher vom niederländischen Konzern KPN und dem US-Unternehmen Qwest gegründete Unternehmen sah seine Erwartungen auf Nachfrage für seine Datenkommunikationsdienste bei weitem nicht erfüllt.

In Deutschland sollen rund zwölf Bieter ihr Interesse an dem deutschen Kabel von KPNQwest bekundet haben. Die Verhandlungen laufen derzeit auf Hochtouren. In der vergangenen Woche war der Betrieb des Kabelnetzes kurzzeitig ausgesetzt worden – wahrscheinlich, um die Verhandlungspartner unter Druck zu setzen.

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