Hewlett-Packard Streitpunkt Drucker

Der PC-Hersteller kündigt seinem Vertriebspartner Dell. Ein Preiskampf bei Druckern rückt näher.

San Jose - Der Computerhersteller Hewlett-Packard (HP)  will nicht mehr mit Dell Computer  zusammenarbeiten. Wie das Unternehmen bekannt gab, wird die Vertriebs-Partnerschaft mit sofortiger Wirkung gekündigt.

Das "Wallstreet Journal" berichtete, dass Dell beabsichtige Drucker unter dem eigenen Label zu verkaufen. Dell habe dazu mit einem Hersteller einen Vertrag geschlossen, dessen Namen jedoch noch nicht benannt.

Sollte Dell nun HP-Drucker verkaufen wollen, müsse es diese über Dritte beziehen, sagte HP-Sprecherin Diane Roncal. Dell verkauft ebenfalls Drucker von Lexmark, Epson, Xerox und Canon. Das einträgliche Geschäft mit Druckerpatronen lief jedoch bislang an Dell vorbei.

Bereits im Mai hatte Konzern-Chef Michael Dell gesagt, dass es ihm nicht passe, Drucker von HP, Lexmark und Xerox zu verkaufen, die Kunden dann aber das Zubehör im Einzelhandel bezögen.

"Wir evaluieren ständig unsere Vertriebspartner, sagte ein Sprecher von HP. Nun hätte das Unternehmen befunden, dass die Basis für eine gemeinsame Zusammenarbeit mit Dell nicht mehr gegeben sei.

Noch hat Dell seine möglichen Drucker-Pläne noch nicht konkretisiert. HP vermutet jedoch, der Start der Dell-Serie stehe kurz bevor.

Dell wäre auf jeden Fall ein ernstzunehmender Konkurrent. Der Direktverkäufer drückt durch seine ausgeklügelte Logistik und Lagerhaltung die Preise.