Ish-Holding Der nächste Pleitekandidat

Die Muttergesellschaft des Kabelbetreibers Ish hat einen Insolvenzantrag gestellt. Das Weiterlaufen der Netze in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg scheint aber vorerst gesichert.

Köln - Die Callahan Nordrhein-Westfalen GmbH (Holdco) hat einen Insolvenzantrag gestellt. Von dem Verfahren sei jedoch der Kabelbetreiber Ish nicht betroffen. Das Kölner Unternehmen unterhält das regionale Kabelnetz in Nordrhein-Westfalen.

Der Betrieb des Kabelnetzes für 4,2 Millionen Haushalte in NRW sowie für die Kabelkunden von Callahan in Baden-Württemberg sei gesichert, betonte Unternehmenssprecherin Eva Krüger. Die Holdco gehört zu 45 Prozent der Deutschen Telekom und zu 55 Prozent der Callahan-Gruppe.

Grund für die Überschuldung sei in erster Linie der gesunkene Marktwert der Ish GmbH & Co KG, erläuterte Krüger. "Wegen der besonderen Struktur der Holdco haben die Gläubiger aber keinen Zugriff auf die Umsätze von Ish." Daher habe der Insolvenzantrag nur Auswirkungen auf die Investoren und Inhaber von Schuldverschreibungen.

Ish könne seinen Geschäftsbetrieb in vollem Umfang aufrechterhalten. Callahan betreibt ebenfalls das ehemalige Telekom-Kabelnetz in Baden-Württemberg. Da Kabel BW keine Tochter der Holdco sei, bleibe auch dort der Kabelbetrieb unberührt, sagte Krüger.