Werbung Die Telekom auf Sparkurs

Schlechte Nachrichten für die Werbebranche: Die Deutsche Telekom will ihre Reklameausgaben drastisch kürzen. Betroffen ist vor allem der Bereich der nicht-klassischen Werbung.

Hamburg/Düsseldorf – Die Entwicklung der Werbeinvestitionen gibt im laufenden Jahr wenig Anlass zum Optimismus. Mit der Deutschen Telekom  geht jetzt einer der großen Werbetreibenden auf Sparkurs. "Wir werden den Gesamt-Werbeetat im zweistelligen Prozentbereich kürzen", sagte Kommunikationschef Jürgen Kindervater gegenüber dem Handelsblatt.

Die Maßnahme hat möglicherweise Folgen für das gesamte Anzeigengeschäft. "Das könnte ein Signal sein. Wenn die Telekom spart, haben es die Verantwortlichen in anderen Unternehmen schwerer Werbung nicht als Kosten, sondern als Investition darzustellen", sagte Volker Nickel, Geschäftsführer des Zentralverbandes der Werbewirtschaft (ZAW), gegenüber manager-magazin.de.

Die Telekom hatte bereits 2001 massiv bei den Ausgaben für Werbung gespart. Im vergangenen Jahr lag der Etat bei zwei Milliarden Euro. Nach Aussage des Unternehmens ist besonders der Bereich der nicht-klassischen Werbung, also Sponsoring, Direktmarketing und Events, von den aktuellen Einsparungen betroffen. Die Ausgaben in den klassischen Medien in TV, Radio, Zeitung und Zeitschriften werde nur geringfügig – will heißen: nicht im zweistelligen Bereich – zurückgefahren.

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