Fujitsu Siemens "Nehmen ohne Gegenleistung"

Gehaltskürzungen - der Computerhersteller tritt kräftig auf die Kostenbremse.

München - Europas größter Computerhersteller Fujitsu Siemens (FSC) streicht seinen 7800 Beschäftigten wegen der anhaltenden Krise einen Teil des Gehalts. "Ziel ist es, mit dem Sparprogramm die Konjunkturkrise zu überbrücken", sagte Konzernchef Adrian von Hammerstein dem "Handelsblatt".

Durch das Programm sollen 15 Millionen Euro eingespart werden. Die nach Tarif bezahlten Mitarbeiter sollen künftig pro Woche zwei Stunden weniger arbeiten und entsprechend weniger verdienen. Trotz der Einschnitte könne jedoch keine langfristige Beschäftigungsgarantie gegeben werde, so Hammerstein weiter. Lediglich bis zum Ende der aktuellen Vereinbarung solle es keine betriebsbedingten Kündigungen geben.

Die Arbeitnehmer reagierten unterschiedlich auf die Maßnahme. Während der FSC-Betriebsrat zustimmte, ging die IG Metall auf Konfrontationskurs. "Das Unternehmen nimmt ohne Gegenleistung, es bietet keine Sicherheiten für die Beschäftigten", sagte Bayerns IG-Metall-Chef Werner Neugebauer gegenüber dem "Handelsblatt".

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