Palm In der Verlustzone

Von schwarzen Zahlen kann der Taschencomputer-Spezialist nur träumen, aber wenigstens steigt der Umsatz im vierten Quartal auf 230 Millionen Euro.

Santa Clara – Der Sprung in die Gewinnzone hat der Hersteller von Taschencomputern Palm  nicht geschafft. Das vierte Geschäftsquartal 2001/2002 (Ende Mai) war von einer schwachen Nachfrage geprägt. Dennoch konnte der Umsatz gesteigert werden.

Nach US-GAAP lag der Nettoverlust bei 27 Millionen Dollar oder fünf Cent pro Aktie. Analysten hatten zuletzt durchschnittlich mit zwei Cent gerechnet.

Der Umsatz betrug im vierten Quartal 233 Millionen Dollar, im Vergleichszeitraum setze Palm 165 Millionen Dollar um. Analysten hatten mit 230 Millionen Dollar gerechnet.

Palm hatte Anfang Mai seine Ergebniserwartungen nach unten korrigiert. Das Unternehmen hatte angekündigt, die Gewinnschwelle im vierten Quartal nicht zu erreichen. Auch die Umsatzerwartungen wurden nach unten geschraubt. Sie wurde von 290 bis 300 Millionen Dollar auf 230 Millionen Dollar gesenkt. Im dritten Quartal stand Palm besser da. Nach einem Jahr rote Zahlen machte das Unternehmen wieder Gewinn.

Aufspaltung des Konzerns

Neuen Schwung erhofft sich der Taschencomputer-Spezialist von neuen Produkten. Für den Herbst hat Palm angekündigt, dass die Palm-Computer mit Telefonfunktionen ausgestattet werden. Zudem will das Unternehmen sein niedrigpreisiges Segment ausbauen und Geräte für etwa 100 Dollar anbieten. Große Hoffnung setzt Palm unterdessen auch auf das neue Betriebssystem OS5.

Darüber hinaus strukturiert sich das Unternehmen derzeit um. Für eine straffere Organisation und freieres Agieren der verschiedenen Unternehmensbereiche, spaltet Palm sich in zwei Bereiche: Software und Hardware. Im Jahr 2001 hatte Palm seine Absicht bekannt gegeben, aus dem Taschencomputer-Hersteller zwei selbständige Unternehmen machen zu wollen. Das eine soll sich auf die Hardware konzentrieren, während das andere den Bereich Software und Lizenzen abdecken werde.

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