France Telecom Kurzsichtige Agenturen

Geduldspiel - der Telekom-Konzern verschiebt seine UMTS-Investitionen.

Paris - France Telecom verschiebt seine UMTS-Investitionen. Grund sei die verzögerte Einführung der neuen Mobilfunkgeneration, sagte Finanzchef Jean-Louis Vinciguerra am Dienstag bei einer Telekom-Konferenz in Paris. Einen näheren Zeitpunkt nannte er nicht. Zudem kürze das französische Telekomunternehmen die Ausgaben im Festnetzgeschäft.

Der Gewinn von Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) werde sich im laufenden Jahr auf 14 Milliarden Euro nach 12,3 Milliarden Euro im Vorjahr belaufen. Im kommenden Jahr soll er 16 Milliarden, im Jahr 2004 dann 18 Milliarden Euro betragen.

Die Investitionen im Jahr 2002 dürften am unteren Ende einer Summe zwischen 8 und 9 Milliarden Euro ausfallen, sagte der Finanzchef. Er sei "zuversichtlich", dass France Telecom seine Verschuldung-EBITDA-Verhältnis bis 2003 auf 3,0 bis 3,5 reduzieren werde.

Mit Blick auf die jüngste Herabstufung durch die Ratingagentur Moody's sagte Vinciguerra: "Die (Rating-)Agenturen sind kurzsichtig. Sie betrachten nicht das, was derzeit passiert, und blicken nicht mehr auf die Wachstumsaussichten." Moody's hatte die Schuldpapiere der France Telecom auf nun nur noch einen Grad über dem Junk-Rating reduziert.

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