EMI Fusionspartner gesucht

Unbeirrbar - nach zwei abgeblasenen Fusionen sucht der Musikkonzern weiter nach einem Partner.

London - Der britische Musikkonzern EMI  ist weiter auf der Suche nach einem Partner. Zwei Fusionsvorhaben sind bereits gescheitert, doch Chef Eric Nicoli gibt nicht auf. Bei einem Treffen vor Journalisten sagte er, der Wunschkandidat sei Warner Music, schreibt das "Handelblatt". Auch wenn die Bertelsmann-Tochter BMG auf EMI zukäme, würde EMI das Angebot prüfen. Doch das dürfte dann wieder die Kartellbehörden auf den Plan rufen. Die waren schon zwei Mal den Fusionsgelüsten von EMI in die Quere gekommen: ein Mal mit BMG und mit AOL Time Warner .

Nicoli hat allerdings Hoffnung, dass er bei einem weiteren Versuch mehr Glück haben könnte. Er sieht Anzeichen dafür darin, dass eine aktuelle Entscheidung des EU-Gerichtshofes gegen die Wettbewerbshüter wieder Bewegung in Sachen Fusionen gebracht hätte, heißt es in dem Blatt. Der europäische Gerichtshof entschied, dass das Übernahmeverbot von First Choice durch das Reisunternehmen Airtours falsch gewesen sei.

EMI hofft nun auf eine neue Bewertung. Von einem Zusammenschluss erwartet sich das Unternehmen eine deutlich besseren Stand. Der Börsenkurs ist eingebrochen und nach einer Gewinnwarnung ergriff das Musikunternehmen weitgreifende Sparmaßnahmen. Gespräche mit potenziellen Partnern würden allerdings derzeit nicht geführt, so Nicoli.

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