"FAZ" Die Wochenhighlights

Trotz Sparwelle startet der Frankfurter Verlag eine englische Wochenbeilage.

Frankfurt - Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) startet nach der Einstellung ihrer englischsprachigen Ausgabe am 5. Juli ein wöchentlich erscheinendes Nachfolgeprojekt. Mit der "FAZ Weekly" hoffe der Verlag schon im ersten Jahr auf ein ausgeglichenes Ergebnis, sagte der Geschäftsführer des FAZ-Instituts, Volker Sach, am Montag. Die Kosten seien deutlich niedriger als bei der täglichen Beilage, die zum 30. Juni eingestellt wird. Das verlagseigene Institut gibt die Beilage in Zusammenarbeit mit der "International Herald Tribune" (IHT) heraus.

Die "FAZ Weekly" erscheint mit zwölf Seiten im halben FAZ-Format jeweils freitags als Beilage der deutschsprachigen Ausgabe der "IHT". Die Auflage liegt bei 30.000. Neue Redakteure würden nicht eingestellt, das FAZ-Institut vermeide mit dem zusätzlichen Projekt Kündigungen, die sonst notwendig geworden wären, sagte Sach. Die FAZ GmbH hatte im vergangenen Jahr einen Umsatzrückgang um 22,5 Prozent und 27 Millionen Euro Verlust hinnehmen müssen und ein Sparprogramm angekündigt.

FAZ-Institut produziert mit

Die "FAZ-Weekly" führe die Aufgabe fort, internationale Leser inner- und außerhalb Deutschlands kompakt über die deutschen Angelegenheiten auf dem Laufenden zu halten, teilte das FAZ-Institut mit. Anders als bei der täglichen Beilage werde aber die Mehrheit der Beiträge speziell für die "FAZ Weekly" geschrieben. Nur wenige Artikel würden aus der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" übersetzt. Übersetzungen aus der deutschen Zeitung hätten die internationalen Kunden offenbar oft nicht angenommen, sagte Sach.

Zum FAZ-Institut gehört seit mehr als zehn Jahren eine englischsprachige Abteilung, die unter anderem seit 1989 einen News Letter zu Wirtschaft und Politik herausgibt. Auch an der Rubrik "Business and finance" der bisherigen täglichen englischen FAZ- Beilage produzierte das Institut mit.

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