Formel 1 Verkaufsverhandlungen

Angeblich sollen US-Banken mit dem Verkauf der Formel-1-Holding SLEC beauftragt sein.

Nürburgring - Die beiden nordamerikanischen Investmentbanken J.P. Morgan und Lehman Brothers haben nach einer Meldung des Nachrichtenmagazins "Focus" das Mandat für den Verkauf von 75 Prozent der Anteile der Formel-1-Holding SLEC erhalten. Danach sollen die beiden Finanzhäuser nach einer Buchprüfung gemeinsam mit dem ehemaligen Vorstand der Deutschen Bank, Thomas Fischer, verhandeln, wie die künftige Vereinbarung über die Grand-Prix-Vermarktung aussehen soll.

Im so genannten "Concorde Agreement" sind unter anderem der Ablauf der Formel 1 und die Verteilung der Gelder geregelt. Es läuft zum Saisonende 2007 aus. Die fünf Hersteller BMW , DaimlerChrysler  (Mercedes), Fiat (Ferrari) , Ford (Jaguar)  und Renault  drohen danach mit einer eigenen Grand-Prix-Serie, sofern es nicht Änderungen in diesem Abkommen gibt. Strittig ist vor allem die Verteilung der Fernsehgelder.

Die inzwischen zusammengebrochene Münchner Kirch-Gruppe besitzt 75 Prozent an SLEC. In dem Bericht rechnen die Bankvertreter frühestens in einem Jahr mit dem Verkauf dieser Anteile. Ein Teil solle voraussichtlich an die Börse gebracht werden. Das restliche SLEC- Viertel gehört Formel-1-Chef Bernie Ecclestone.