Google "Wir brauchen kein Geld"

Kein Going Public - die weltweit erfolgreichste Suchmaschine geht nicht an die Börse.

Hamburg - Google wird vorerst nicht an die Börse gehen. "Wir haben uns dagegen entschieden", sagte der Mitbegründer der weltweit erfolgreichsten Internetsuchmaschine, Sergey Brin, gegenüber der "Financial Times Deutschland" (FTD).

Google gilt als möglicher Kandidat für den Börsengang. Mit nutzerfreundlicher Suchtechnologie und gewinnträchtigen Geschäftsmodellen trotzt das Unternehmen der aktuellen Dotcom-Krise. Pro Tag bearbeitet Google 150 Millionen Anfragen und klärt damit 51 Prozent aller Suchaufträge im Internet.

Unternehmensgründer Brin begründete die Absage an potenzielle Aktionäre in der FTD mit möglichen Problemen durch den Börsengang: "Wir glauben, dass wir unsere Unternehmen besser ausbauen und zu größeren Umsätzen bringen können, wenn wir keine Rücksicht auf Investoren und den Aktienkurs nehmen müssen." Im Übrigen, so Brin weiter, brauche Google kein Geld von der Börse, da das Unternehmen Cash produziere.

Die Konkurrenz bleibt am Ball

Während sich die Google-Gründer selbstbewusst geben, schlägt die Konkurrenz scharfe Töne an. Der norwegische Suchmaschinenbetreiber Alltheweb verkündet auf seiner Internetseite triumphierend, dass nun 2,1 Milliarden Web-Angebote gelistet seien. Google hingegen habe lediglich 2,07 Milliarden Pages im Index.