Sony Vernetzte Geschäfte

Der japanische Elektronikriese bläst zum Kampf gegen sinkende Margen. Künftig will sich der Konzern auf das Multimediageschäft ausrichten.

Der gesamte Konzern hat sich ein neues Ziel gesetzt. Unter dem Schlagwort Vernetzung will das Unternehmen den sinkenden Margen begegnen und den Umsatz antreiben. Sonychef Nobuyui Idei meint damit, dass die Elektronikgeräte des Konzerns zu "alles könnenden Zugangstoren" in die Multimedia-Welt entwickeln sollen, schreibt das "Handelsblatt". Laptop, Spielkonsole oder TV-Gerät, Handy sowie Taschencomputer sollen demnach miteinander vernetzt werden.

Idei gibt sich selbstbewusst. Schließlich gehöre das Unternehmen neben der Geräteherstellung auch zu den weltweit größten Musikanbietern. Mit seinem Filmstudio Columbia Tristar könne es Medieninhalte von Film bis Musik anbieten.

Idei: Hardware und Inhalt werden eins

Idei rechnet damit, dass in fünf bis sechs Jahren durch die Breitbandtechnik eine vernetzte Gesellschaft entsteht. Geräte und Inhaltegeschäft würden dann verschmelzen. Dem "Handelsblatt" gegenüber sagte der Konzernchef: "Wenn Sie sich Musik und Bilder aus dem Internet ziehen, kann es sein, dass sie dafür nichts bezahlen. Aber sie brauchen Geräte zum Herunterladen." Hardware und Inhaltegeschäft könnten dann nicht mehr getrennt werden.

Idei hofft, dass neue Technologien auch neue Märkte entstehen lassen, die den Umsatz in die Höhe treiben. Denn im vergangenen Geschäftsjahr ist der Konzern in die Verlustzone gerutscht. Hauptgrund waren Probleme im Halbleitersektor. Kompensiert wurden die Verluste nur teilweise durch das Spielegeschäft. Die neue Strategie soll nun aus der Misere helfen. Die Wachstumserwartungen sind dementsprechend hoch.

Analysten sehen die Ankündigung Sonys jedoch skeptischer. Zwar gehe Sony in die richtige Richtung, Unsicherheitsfaktor bleibe aber die Entwicklung des Breitbandgeschäfts. Die Frage, ob sich dort hohe Investitionen lohnen, sei nicht eindeutig zu beantworten.