Ish Vorläufig gerettet

Galgenfrist erteilt - der Kabelbetreiber schrammt knapp an der Insolvenz vorbei.

Düsseldorf - Der angeschlagene Kabelnetzbetreiber Ish ist in letzter Minute vor einer Insolvenz gerettet worden. Mit Hilfe der nordrhein-westfälischen Landesregierung habe sich das Unternehmen mit seinen Geldgebern auf einen Rettungsplan geeinigt, berichtete die "Süddeutschen Zeitung" (SZ).

Für Ish soll ein neuer Geschäftsplan ausgearbeitet werden und mehrere Manager sollen ihren Posten verlieren. Das Unternehmen war zunächst für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Auch die Telekom wolle einen Beitrag zum Erhalt des Unternehmens leisten. Der Bonner Konzern, von dem die Callahan-Gruppe das NRW-Kabelgeschäft übernommen hatte und der noch mit 45 Prozent mit im Boot von Ish sitzt, will laut SZ vier Monate auf Zahlungen des Kabelnetzbetreibers verzichten.

In dieser Zeit soll ein neuer Investor gefunden werden, der einen Betrag zwischen 120 und 150 Millionen Euro in das Unternehmen investiert. Ish war unter anderem durch technische Probleme beim Netzausbau und niedrige Kundenzahlen in Schwierigkeiten geraten.