KPNQwest Niederländer geht bald vom Netz

Kabelgau? Der insolvente Kabelbetreiber sichert nur noch für vier Wochen den Netzbetrieb zu.

Karlsruhe - Der insolvente Kabelnetzbetreiber KPNQwest hat seinen Kunden zugesichert, dass sein europäisches Glasfasernetzwerk für weitere vier Wochen funktionieren soll. Banken und Betriebsräte hätten einer entsprechenden Regelung am Wochenende zugestimmt, sagte Thilo Huys, der Pressesprecher von KPNQwest Deutschland, am Montag. Die im niederländischen Amsterdam beheimatete Firma hatte am Freitag Insolvenz angemeldet. Die deutsche Tochterfirma hatte am gleichen Tag ebenfalls einen Insolvenzantrag gestellt.

KPNQWest betreibt insgesamt 25.000 Kilometer Glasfasernetz in Europa, 4000 Kilometer davon in Deutschland. Es war befürchtet worden, dass die Insolvenz einen Ausfall wesentlicher Teile des Datennetzes nach sich ziehen könnte. Nach Angaben von KPNQwest laufen 40 Prozent des europäischen Datenverkehrs über ihre Kabel. Zu den Kunden von KPNQWest zählt unter anderem der Berliner Webhoster Strato, bei dem mehr als eine Million Websites aus Deutschland gemeldet sind.

Huys sagte, dass es mehrere Interessenten für den Weiterbetrieb der technischen Dienstleistungen von KPNQwest gebe. Denkbar sei etwa, dass das Netz nach der vier-Wochen-Frist von einer Auffanggesellschaft weiter betrieben werde.

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