IBM Im Wetterdienst

"Big Blue" schließt für über 200 Millionen Dollar einen Deal für einen Supercomputer ab.

München – Der Computerriese IBM  hat einen Vertrag über 224,4 Millionen Dollar abgeschlossen. Gegenstand ist ein Supercomputer, den die US-Behörde National Centers for Environmental Prediction für die Wettervorhersage nutzen will. Jedoch soll der Computer nicht ausgeliefert werden, vielmehr stellt IBM in seinem E-Business-Hosting-Center sein Hochgeschwindigkeitsnetz zur Verfügung.

Das System soll schrittweise installiert werden. Es ist geplant, dass der Supercomputer bis 2009 eine Leistung von mehr als 100 Billionen Kalkulationen pro Sekunde rechnen kann. Ab nächsten Frühjahr soll er seine Arbeit aufnehmen. Der Computer soll der Wettergeschehnisse, Flut und Meeresbedingungen analysieren sowie der Vorhersage dienen.

Japan bislang Spitenreiter

Erst vor einem Monat schloss die japanische Regierung den Aufbau des derzeit schnellsten Computers weltweit ab. Auch dieser Supercomputer, der von NEC mitentwickelt wurde, dient den Naturgewalten. Er soll neben Vorhersagen Daten zum Klima, einschließlich etwaiger Klimaschwankungen, zum Wetter sowie zu Erdbeben verarbeiten und analysieren. Die japanische Regierung investierte in den vergangenen fünf Jahren 350 bis 400 Millionen Dollar in die Entwicklung des Systems. Der Rechner kann 35,6 mathematische Vorgänge pro Sekunde bearbeiten.

Der schnellste Computer in den USA ist IBMs ASCI White. Er simuliert nukleare Explosionen. Seine Rechnerleistung beträgt 12,4 Billionen Kalkulationen pro Sekunde. Der Computerriese war nach Angaben der Marktforscher von IDC in den ersten drei Monaten dieses Quartals der führende Anbieter von Supercomputern.

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