WM-Rechte "Big Brother" in Netz und TV

Die KirchGruppe kann es sich nicht leisten, dass ihre teuren Rechte an der WM-Übertragung missachtet werden. Zusammen mit der Fifa hat sie daher einen Kontrolleur beauftragt, der rund um den Globus TV-Sender und Internet-Seiten auf Verstöße überprüft.

Seoul - Für die Dauer der Weltmeisterschaft haben der Weltfußballverband Fifa und der Rechtehändler KirchSport das Unternehmen Sport Marketing Surveys (SMS) beauftragt. Er habe ein umfangreiches Überwachungssystem für Fernsehkanäle und Internet-Seiten installiert. Dies solle gewährleisten, dass nur Rechteinhaber bewegte Bilder aus Südkorea und Japan zeigen, hieß es vor Beginn der WM in einer Mitteilung von Fifa und KirchSport.

SMS werde weltweit beständig TV-Sender und mehr als 3000 Internetseiten beobachten. Dies geschehe sowohl automatisch als auch manuell. Lediglich die jeweils nationalen Vertragspartner von Kirch dürfen Bilder von der WM ausstrahlen, in Deutschland sind dies Premiere und - in stark eingeschränkter Form - ARD und ZDF.

Außerdem sollen die größten Internet-Anbieter auf die Rechtesituation aufmerksam gemacht werden. Die Fifa bietet auf ihrer WM-Homepage den so genannten VIP Club an.

In Zusammenarbeit mit dem Yahoo werden dort für einen Paketpreis von 22,50 Euro vierminütige Zusammenschnitte aller Spiele angeboten. Yahoo hat sich die Exklusivrechte an Live-Übertragungen im Web gesichert.