HP/Sun Erzwungene Betriebsferien

Zwangsurlaub bei Hewlett-Packard und Sun Microsystems. Um Kosten zu sparen, sollen die Mitarbeiter der beiden Konzerne eine Woche zu Hause bleiben.

New York - Die Flaute in der Computerbranche zwingt Unternehmen immer wieder dazu, die Kosten zu reduzieren. Sun Microsystems und Hewlett-Packard haben sich nun dazu entschlossen, ihre Mitarbeiter vom 30. Juni bis 6. Juli in Zwangsurlaub zu schicken. Die 74.000 HP und die 32.000 Sun-Angestellten sollen entweder unbezahlte freie Tage oder Jahresurlaub nehmen.

Vorbild für HP ist Fusionspartner Compaq. Der Computerhersteller hatte im vergangenen Jahr eine Woche Betriebsferien eingelegt. HP sei von der Resonanz der Compaq-Mitarbeiter ermutigt worden, hieß es bei HP.

Schwächelndes Geschäft

Sun wie HP leiden unter dem derzeitigen schwachen Geschäft in der Branche. So sank bei Sun im dritten Geschäftsquartal (Ende März 2002) das Ergebnis pro Aktie im Jahresvergleich von plus vier auch minus ein Cent. Für das vierte Quartal gehen Analysten von einem Gewinn von einem Cent pro Aktie aus.

HP hatte bereits vor der Fusion mit Compaq Stellenstreichungen angekündigt. Geplant ist der Abbau von zehn Prozent der Gesamtbelegschaft oder von 15.000 Stellen. Ziel ist, die Kosten jährlich um 2,5 Milliarden Dollar zu senken. Im ersten Quartal zeigt Hewlett-Packard sich nochmal von seiner Glanzseite. Mit einem Nettogewinn von 252 Mill. Dollar oder 13 Cent je Aktie übertraf der Konzern Analystenerwartungen. Doch für das Jahr 2002 gab Hewlett-Packard eine düstere Prognose zur Marktentwicklung ab. Eine nennenswerte Erholung sei erst 2003 zu erwarten.