WM 2002 Teures Turnier

Fußball beim Job - der deutschen Wirtschaft drohen Ausfälle im Milliarden-Bereich.

Hamburg - Die Begeisterung ihrer Angestellten für den Fußball kostet die deutschen Unternehmen während der Weltmeisterschaft mindestens eine Milliarde Euro. Davon geht die Hamburger Unternehmensberatung Mummert + Partner aus.

Einer Online-Umfrage des Unternehmens zufolge will ein Drittel der Arbeitnehmer die Spiele auch während der Arbeitszeit entweder am Fernseher oder im Internet verfolgen. Ein Fußball-Fan, der sich alle Partien ansehen möchte, etwa 9 Prozent der Befragten, kostet seine Firma demnach durchschnittlich 1300 Euro.

Weitere 25 Prozent wollen zumindest die Spiele des deutschen Teams verfolgen. Der Unternehmensberatung zufolge finden 43 Spiele zu gängigen Arbeitszeiten statt. Lege man einen durchschnittlichen Stundenlohn von 15,60 Euro sowie 30 Prozent Lohnnebenkosten zu Grunde, entstünden der allein der Dienstleistungsbranche durch das Fernsehen während der Arbeitszeit Kosten von 880 Millionen Euro.