Hynix Klage gegen Zerlegung

Schrille Töne - Aktionäre wollen die Aufspaltung des Chip-Herstellers vor Gericht stoppen.

Seoul – Die Auseinandersetzung um den hochverschuldeten koreanischen Chip-Hersteller Hynix  nimmt an Schärfe zu. Eine Gruppe von Aktionären will die von den Gläubigerbanken geplante Zerlegung des Konzerns per Gerichtsbeschluss verhindern.

Nach einem Bericht des Branchendienstes Bloomberg wollen die Anteilseigner, die zusammen 3,8 Prozent an Hynix halten, die Umwandlung von Anleihen der Korea Exchange Bank, der Hanvit Bank und der Korea Development Bank in Anteile an dem Unternehmen verhindern.

Dadurch würden die Kreditinstitute die Kontrolle über den Konzern erlangen und die von ihnen geplante Zerlegung durchsetzen können. Durch die Aufspaltung von Hynix in drei Teile soll der Verkauf erleichtert werden.

Ende April war die geplante Übernahme des Speichergeschäfts von Hynix durch den US-Rivalen Micron Technology  geplatzt. Der Hynix-Vorstand hatte das Geschäft einstimmig abgelehnt. Zuvor hatten sich die Hynix-Gläubiger mit einer Mehrheit von knapp 75 Prozent für den Verkauf des Speichergeschäfts ausgesprochen. Sie hatten den Chiphersteller bislang mit Finanzspritzen am Leben erhalten und durch die Übernahme auf eine Rückzahlung ihrer Kredite gehofft.

Entscheidung mit Hilfe der Deutschen Bank

Unterdessen kündigten die Hynix-Gläubiger an, nach der Vorlage einer Studie der Deutschen Bank über die Zukunft des Unternehmens zu entscheiden. Die Deutsche Bank habe mit einer wirtschaftlichen Bestandsaufnahme begonnen, erklärten die Gläubiger am Dienstag. Die darauf basierenden Vorschläge für einen Umbau des Konzerns sollten bis Ende Juli vorgelegt werden, sagte der Mitarbeiter einer Gläubigerbank der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap.

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