Spielkonsolen Der Preiskampf

Der US-Softwarekonzern Microsoft will mehr als eine Milliarde Dollar in einen Online-Spieleservice für seine Xbox investieren. Gleichzeitig steigt Nintendo in den Preiskampf ein und verbilligt in den USA den Game Cube.

Washington - Der US-Softwarekonzern Microsoft  wird nach einem Bericht der "New York Times" mehr als eine Milliarde Dollar in einen Online-Spieleservice namens Xbox Live investieren. Xbox Live solle Abonnenten vom Sommer an ermöglichen, per Internet Partner für Abenteuer- und Sport-Spiele zu finden, berichtet die Zeitung.

Microsoft hoffe, damit die Verkäufe seiner Xbox anzukurbeln. Diese humpelten mit 3,5 Millionen Stück immer noch hinter denen von Sonys marktführender Playstation 2 mit beinahe 30 Millionen Stück hinterher.

Damit Xbox Live ein Erfolg werde, müssten Millionen Kunden bereit sein, mindestens 50 Dollar für jede Spiele-Software und vielleicht etwa zehn Dollar monatliche Abo-Gebühren zu bezahlen - zusätzlich zu den 40 bis 60 Dollar für einen Hochgeschwindigkeitszugang ins Internet.

Nintendo senkt die Preise

Gleichzeitig kündigte Nintendo  an, die Preise für den Game Cube zu senken. In den USA wird die Konsole statt 199 Dollar nun 149,95 Dollar kosten. Auch für den japanischen Markt sind Preisstürze um 20 Prozent angekündigt.

Mit der Verbilligung steigt Nintendo als dritter Anbieter in den Preiskampf auf dem Konsolen-Markt ein. Bisher war der Game Cube das günstigste Gerät. Vergangenen Montag hatte jedoch Marktführer Sony  den Preis für die Playstation 2 mit 199 Dollar auf Game-Cube-Niveau gesenkt. Microsoft zog zwei Tage später nach. Damit kosteten die zuvor erheblich teureren Spielekonsolen von Sony und Microsoft genauso viel wie das Nintendo-Produkt.

Das ließ sich der Billig-Anbieter offensichtlich nicht gefallen: "Wir sind aggressiv gestartet und das werden fortführen", sagte Nintendo-Sprecher Kaplan zu der Preispolitik seines Unternehmens.

Angaben Nintendos zufolge wurden bislang 4,5 Millionen GameCubes ausgeliefert. Konkurrent Sony gab an, bereits 30 Millionen PlayStation 2 abgesetzt zu haben. Microsoft gab bislang keine genauen Zahlen bekannt, reduzierte aber erst kürzlich seine Prognose der bis zum Ende Juni ausgelieferten Geräte auf 3,5 Millionen bis maximal vier Millionen Konsolen von 4,5 Millionen bis sechs Millionen Konsolen.

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