Telekom Marktbeherrschende Stellung

Angeklagt - die EU-Kartellbehörde leitet ein Verfahren gegen den Rosa Riesen ein.

Brüssel - Die EU-Kommission hat gegen die Deutsche Telekom ein Kartellverfahren wegen mutmaßlicher Ausnutzung ihrer marktbeherrschenden Stellung eröffnet.

Nach derzeitigen Erkenntnissen der Kartellwächter habe das Unternehmen von Konkurrenten höhere Gebühren für den Zugang zum Telefon-Ortsnetz verlangt als von den eigenen Endkunden.

Den Verbrauchern werde dadurch die Auswahl zwischen verschiedenen Telefonbetreibern vorenthalten. Das Verfahren wurde 1999 von mehreren Beschwerden, unter anderem von Mannesmann Arcor, ausgelöst. Falls die Kommission ihre Vorwürfe beweisen kann, droht ein hohes Bußgeld bis zu zehn Prozent eines Jahresumsatzes.

Die Deutsche Telekom zeigte sich "überrascht" über die Einleitung des Kartellverfahrens. "Die Klage ist unbegründet, da der deutsche Telekommarkt reguliert ist", sagte ein Sprecher.

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