Microsoft Bauchlandung für Bill Gates

Die Japaner sagen "Nein" zur Xbox. Die Absatzzahlen der Spielkonsole sind miserabel.

Hamburg - Die Xbox avanciert in Japan zum Ladenhüter. Erste Analysen haben ergeben, dass die Absatzzahlen der Spielkonsole aus dem Hause Microsoft weit hinter den Erwartungen zurückbleiben.

Der Nachrichtendienst Reuters meldete seit dem Verkaufsstart am 22. Februar 190.000 abgesetzte Geräte. Noch weniger errechnete der Branchendienst Bloomberg für den gleichen Zeitraum. Nur 165.000 Konsolen seien demnach über den Ladentisch gegangen. Beide Zahlen liegen somit deutlich unter der prognostizierten Auslieferungsmenge von 250.000 Stück.

Der direkte Vergleich mit der Konkurrenz macht das Xbox-Desaster deutlich. Bloomberg ermittelte, dass Sony in der letzten März-Woche 100.000 PlayStations verkaufte. Microsoft schaffte es auf magere 4000 Exemplare im selben Zeitraum.

Dass die japanische Marke das US-Produkt so weit hinter sich lässt, kann nicht verwundern. Heimische Hersteller wie Sony oder auch Nintendo genießen im Land der aufgehenden Sonne eine größere Akzeptanz. Auch gibt es kaum Spiele für die Xbox zu kaufen. Letztendlich dürfte das Gerücht, die Microsoft-Konsole zerkratze DVDs, zum Ladenhüter-Image beitragen.

Experten erwarten, dass Microsoft mit Preissenkungen auf die Krise reagieren wird. Derzeit kostet die Xbox in Japan umgerechnet etwa 300 Euro, was nur unwesentlich über dem Preis der PlayStation 2 liegt.

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