Ision Rettung in letzter Minute

Der Internet-Service-Provider wendet die Insolvenz ab. Energis sichert Hilfe zu.

Hamburg - Der in finanzielle Nöte geratene Internet-Service-Provider (ISP) Ision hat die drohende Insolvenz in letzter Minute abwenden können. Es gebe eine verbindliche Zusage der britischen Muttergesellschaft Energis über die weitere Finanzierung der Ision Internet AG, teilte das am Neuen Markt notierte Unternehmen am Donnerstag in einer Pflichtmitteilung mit.

Über die Höhe des Verschuldungsgrads und das Ausmaß der Finanzspritze wollte ein Sprecher des Hamburger Internet-Dienstleisters keine Auskunft geben. "Wir verfügen aber in jedem Fall über ausreichende Sicherheiten, die Geschäfte weiterzuführen."

Als Grund für die finanziellen Schwierigkeiten nannte der Sprecher die Gewinnwarnung von Energis Ende Januar: "Das hat uns mit runter gerissen". Energis hatte gemeldet, dass der Umsatz im Gesamtjahr wahrscheinlich um fünf Prozent niedriger ausfallen wird als erwartet. Darüber hinaus warnte Energis, womöglich seine Bankkredite nicht mehr bezahlen zu können.

Kein Kaufinteressent in Sicht

An dem Restrukturierungsprogramm will Ision in jedem Fall festhalten. Es ist geplant, mehr als ein Drittel der rund 800 Arbeitsplätze abzubauen. Kleinere Niederlassungen sollen veräußert oder geschlossen werden. Nach wie vor stehe Ision zum Verkauf, sagte der Sprecher, über die Interessenten könne er aber nichts sagen. Ende März hatten Gerüchte die Runde gemacht, die British Telecom (BT) sei an einer Übernahme der Hamburger interessiert. Dies wurde von ISION aber dementiert.

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