Hewlett-Packard Das Imperium schlägt zurück

Der IT-Konzern setzt das zuständige Gericht unter Druck. Walter Hewletts Klage sei nicht rechtens.

München – Hewlett-Packard  fordert das Gericht Delaware Chancery Court im kalifornischen Palo Alto auf, die von Walter Hewlett in der vergangenen Woche eingereichte Klage gegen den Konzern abzulehnen. Der Sohn des Firmengründers William Hewlett will auf dem Rechtsweg die geplante Fusion von HP und Compaq verhindern.

Nach einem Bericht des Branchendienstes Computerwoche online klagt Walter Hewlett gegen Unstimmigkeiten bei der Abstimmung der HP-Aktionäre über den Zusammenschluss der beiden Unternehmen. Fraglich sei es demnach, wie das Votum großer institutioneller Anleger zustande kam, die trotz gegenteiliger Ankündigung für die Fusion stimmten. Hewlett fordert, die Abstimmung über die geplante Fusion zu wiederholen.

Hewlett-Packard verwies in dem Antrag auf Ablehnung der Klage darauf, dass die Anschuldigungen von Hewlett, selbst wenn sie wahr wären, nicht rechtens seien: "Der Wunsch des Klägers, die Fusion zu blockieren, stellt keine Basis für eine Annullierung der Wahl dar."

Zwar sind die Stimmen noch nicht komplett ausgezählt, dennoch sieht sich das HP-Management bei der Wahl in seinen Fusionsplänen knapp bestätigt. Als Reaktion auf die Klage hat der kalifornische IT-Konzern angekündigt, Walter Hewlett nicht erneut für einen Sitz im Verwaltungsrat des Unternehmens zu nominieren.

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