Windows/Lindows Ungeliebte Verwandtschaft

Niederlage für Microsoft. Die Linux-Firma Lindows darf vorerst so heißen, befindet das Gericht.

Seattle - Michael Robertson kann sich freuen. Der Gründer der Musiktauschbörse MP3.com hat sich vor Gericht gegen einen starken Gegner durchgesetzt - vorerst. Gescheitert ist dagegen kein geringerer als der Softwareriese Microsoft. Der Konzern wollte eine einstweilige Verfügung gegen die von Robertson gegründete Firma Lindows erreichen. Der Namen weise zu große Ähnlichkeiten zum Microsoft-Betriebssystem und damit eine Verletzung des Markenrechts gesehen, befand der Konzern.

Doch Bundesrichter John Coughenour machte nicht mit: Lindows reime sich zwar auf Windows, für eine einstweilige Verfügung reiche das aber nicht. Im anstehenden Prozess kann diese Entscheidung wieder aufgehoben werden, bis dahin darf die Firma aus San Diego aber weiter Lindows heißen.

Ein Termin für den Prozess steht noch nicht fest. "Das ist ein wichtiger Sieg für ein kleines Unternehmen", sagte der Anwalt Scott Wilsdon, der Lindows vertrat. "Wir sind enttäuscht über dieses Urteil, werden aber unseren Anspruch auf den Markennamen weiterverfolgen", erklärte erwartungsgemäß Microsoft.

Lindows klingt tatsächlich wie eine Mischung aus Linux und Windows - und genau das ist auch das Ziel des Unternehmens. Robertson will ein Betriebssystem auf der Basis von Linux entwickeln, auf dem sich auch die Programme einsetzen lassen, die für Windows entwickelt wurden.

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