Intel Xeon Pentiums fetter Vetter

Chip-Marktführer Intel will mit einem neuen Mikroprozessor künftig auch den lukrativen Markt der Server erobern. Bei den P4-Systemen fällt die Drei-"Gigahetz"-Grenze.

Der weltgrößte Chiphersteller präsentierte auf dem Intel Developer Forum in San Francisco erstmals Server, die mit einem überarbeiteten Xeon-Prozessor ausgestattet sind. Server sind Hochleistungscomputer, die unter anderem Web-Angebote im Internet oder Datenbank-Anwendungen betreiben.

Der neue Xeon-Prozessor ist technologisch eng mit dem Pentium 4 verwandt, der vor 15 Monaten als Spitzenmodell für Personal Computer auf den Markt kam. Computer-Hersteller wie Fujitsu-Siemens, Compaq, Dell, Hewlett-Packard, IBM und NEC werden nach Angaben von Intel noch in dieser Woche Server auf den Markt bringen, die mit dem neuen Xeon-Prozessor sowie einem neuartigen Chipset ausgestattet sind. "Der Xeon ist eine Art Vorzeigeprodukt für die Pentium-4-Technologie von Intel", sagte John Enck, ein Analyst des Marktforschungsunternehmens Gartner.

Die neuen Xeon-Maschinen zielen zunächst auf das untere Segment des Marktes für Internet-Server und Datenbank-Rechner, das bereits von Intel dominiert wird. Bei den größeren Servern wird der Markt jedoch von Sun Microsystems und IBM angeführt, die hier auf eigene Chip-Entwicklungen bauen. Diesen Bereich will Intel mit seinem Itanium-Chip und verbesserten Xeon-Chips erobern.

Allerdings hat der Itanium bislang nicht den von Intel gewünschten Markterfolg gezeigt. Auf der Computermesse Cebit in Hannover will Intel eine Xeon-Server-Variante vorstellen, die mit bis zu 16 Prozessoren gleichzeitig arbeitet.

Im Wettlauf mit dem Chiphersteller AMD um den schnellsten PC-Chip ("Gigahetz-Rennen") legte Intel auf der Entwickler-Konferenz in Kalifornien nach und zeigte zwei Demo-Systeme mit einer Taktgeschwindigkeit von drei Gigahertz. Das schnellste Pentium-Modell, das zur Zeit auf dem Markt zu haben ist, wird mit 2,2 Gigahertz getaktet. Das AMD-Spitzenmodell 2000+ ist mit 1,6 Gigahertz getaktet, schneidet in etlichen Leistungstests aber besser ab als der schnellste verfügbare Pentium.

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