WAZ Auf Sparkurs gesetzt

Einstellungsstopp - nun regiert auch bei der Essener Verlagsgruppe der Rotstift.

Essen - Nun hat die allgemeine Sparwelle auch die Verlagsgruppe Westfälische Allgemeine Zeitung (WAZ) erwischt. Die WAZ verpasst allen ihren Titeln einen sofortigen Einstellungsstopp, schreibt die "Financial Times Deutschland".

Auch ausgeschriebene Stellen sollen nicht besetzt werden, und selbst die Volontärsstellen werden mindestens bis Ende des Jahres nicht besetzt. Auch sollen die frisch gebackenen Ausgebildeten nicht übernommen werden.

Immer weniger Anzeigen

Die Sparmaßnahmen werden wie in der gesamten Branche auch mit den Anzeigeneinbrüchen begründet. Bereits im November vergangenen Jahres hatte die Verlagsgruppe angekündigt, ein Sparprogramm aufzulegen, bei dem rund zehn Prozent der Kosten reduziert werden sollten. Die Verschärfung sei notwendig, da in den vergangenen Monaten vor allem die Stellenanzeigen deutlich zurückgegangenen seien.

Bei den Mitarbeitern kommt der Spardruck offensichtlich nicht so gut an. Wie die Zeitung weiter berichtet, wird kritisiert, dass der Konzern bei den Zeitungen spare, auf der anderen Seite aber verschiedene größere Akquisitionen plane. Die WAZ wird als einer der potenziellen Käufer für die Axel-Springer-Anteile, die noch in den Händen von Leo Kirch liegen, gehandelt. Auch gilt der Verlag als Interessent für die defizitäre Zeitung "Die Woche". Darüber hinaus investiert die WAZ in Südosteuropa in verschiedene Projekte.