Eon Der Mix ging in die Hose

Die Werbekampagne "Mix it, Baby" hat dem Konzern außer einem Haufen Kosten nix gebracht.

Düsseldorf - Mehr als 22,5 Millionen Euro hatte der Düsseldorfer Energieriese Eon  in den vergangenen Monaten vor allem für Fernsehspots mit dem Ex-Terminator Arnold Schwarzenegger ausgegeben. Doch die Botschaft des Hollywood-Schauspielers, "Mix it, Baby", kam schlechter an, als selbst Pessimisten bei Eon befürchtet hatten.

Gerade einmal 1100 Kunden haben sich nach internen Unternehmenszahlen bisher für den aus unterschiedlichen Energiearten zusammengestellten "Mix-Power-Strom" entschieden. Das macht rund 20.450 Euro pro Neukunde und ist, so ein Eon-Manager, "nicht nur rekordverdächtig, sondern geradezu absurd".

Bei einer Gewinnmarge von etwa drei Prozent und einer durchschnittlichen Stromrechnung von 44 Euro pro Monat müsste Eon die neuen Power-Mix-Kunden mehr als 1291 Jahre lang mit Strom beliefern, nur um die Werbekosten wieder einzufahren. Trotzdem sieht das Unternehmen die Spots als Erfolg. Immerhin sei auch das Image des Konzerns "gehörig aufgewertet worden".