SPIEGEL ONLINE Nummer eins bei den Newsangeboten

Sieger - das deutsche Web-Nachrichtenschlachtschiff schlägt die Konkurrenz um Längen.

Hamburg - SPIEGEL ONLINE ist nach dem neuen Reichweiten- Messverfahren Nummer eins bei den Internet-Nachrichtenangeboten. Nach der Erhebung der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung der Werbeträger (IVW) zog das Online-Magazin im Vergleich zum Vormonat 8,6 Prozent mehr Besucher (15,5 Millionen "Visits") auf seine Seiten.

Die Anzahl der von den Besuchern gemachten Seitenabrufe (PageImpressions) habe sich sogar um 60 Prozent auf 92,3 Millionen erhöht, teilte das Unternehmen in Hamburg mit. "Es gibt im Detail Verschiebungen, die zum Teil nicht unerheblich sind", sagte der Leiter IVW Online, Wolfgang Neuber, am Donnerstag zum neuen Messverfahren.

Zugriffszahlen halbiert

Konkurrent "Focus Online" musste einen Verlust von 55,3 Prozent hinnehmen und verzeichnet nun 7,6 Millionen Visits. Auch Bild.de hat 44,8 Prozent weniger Visits (7,3 Millionen) gemeldet. Neuber weist darauf hin, das sich die Nutzungszahlen von Januar und Februar jedoch nicht direkt neben einander stellen lassen. "Das ist so, als ob man zwei Apfelsorten miteinander vergleicht", sagte er.

Bemerkenswert ist der Erfolg des Computerkanals heise.de. Das Angebot lag bei den Visits mit knapp 16 Millionen Visits sogar vor Spiegel Online. Bei den Seitenabrufen lag der Heise-Ticker mit 83 Millionen hinter dem Spiegel.

Das neue Skalierbare Zentrale Mess-System (SZM) der IVW soll die zusammenhängende Nutzung eines Internetangebots zuverlässig erfassen und die großen Datenmengen des wachsenden Internetverkehrs besser bewältigen. Es arbeitet mit einem so genannten "Zählpixel". Besucht ein Internetnutzer eine IVW-registrierte Webseite, ruft er nicht nur Bild, Text und Grafik ab, sondern auch das kleine Datenpaket. Eine Zählbox registriert jeden Abruf und leitet sie weiter an einen zentralen Rechner.

Das neue Verfahren soll der Werbewirtschaft Daten für eine bessere Planung bieten. Ziel der IVW ist es, das SZM weiter zu entwickeln, um einen Länder übergreifenden Standard zum Vergleich von Online- Angeboten zu etablieren. Bewegtbild-Techniken wie Flash und Streaming werden momentan nicht erfasst. Zur Zeit melden 361 Onlinemedien in Deutschland der IVW ihre Nutzungszahlen.

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.