Jobpilot Übertragungsfehler

Die Internet-Jobbörse korrigiert: Statt Gewinn macht das Unternehmen Verlust.

Frankfurt/Main - Profitable Internetfirma, wollten sich die Manager des Internetunternehmens Jobpilot  auf die Fahnen schreiben. Und tatsächlich meldete das Unternehmen noch am Donnerstag einen Gewinn vor Steuern und Zinsen von 800.000 Euro. Doch in das Zahlenwerk der am Neuen Markt notierten Jobpilot AG hat sich ein millionenschwerer Fehler eingeschlichen.

Nach dem Plus vom Donnerstag meldete das Unternehmen am Freitag ein Minus von 800.000 Euro. Grund für das Dilemma: Ein Fehler habe sich aufgrund eines technischen Problems bei der Übertragung der Ad-hoc-Mitteilung eingeschlichen, erklärte das zu United Internet gehörende Unternehmen. Auch das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel sieht keinen Grund zum Eingreifen. Der Fehler sei ordnungsgemäß berichtigt worden, sagte eine Sprecherin des Amtes gegen über manager-magazin.de.

Für das Gesamtjahr 2001 betrug der Umsatz 45,2 Millionen Euro, was einer Steigerung um 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Verlust betrug inklusive der notwendig gewordenen Restrukturierungskosten 21,2 Millionen Euro, nach 31,4 Millionen Euro im Vorjahr. Die verfügbaren Barmittel wurden von dem Unternehmen mit rund 15,5 Millionen Euro angegeben.

Im vierten Quartal sahen die Zahlen dagegen nicht so gut aus. Angesichts der Konjunkturflaute, Massenentlassungen und Kürzungen überrascht es nicht, dass der Umsatz in den letzten drei Monaten des Jahres 2001 bei 9,7 Millionen Euro lag - rund vier Prozent geringer als im Vorquartal.

Dennoch kein Grund, um Pessimismus walten zu lassen. Analysten von Hornblower Fischer meinen, Jobpilot sei auf einem guten Wege. Die aktuelle Marktbewertung repräsentiere auch die gute Geschäftsentwicklung.

ak