Talkline Gnadenfrist: Drei Monate

Das quälende Drama geht in die nächste Phase. Die Festnetzsparte wird liquidiert.

Hamburg - Das lange Ringen um die Zukunft des Festnetzgeschäftes von Talkline hat ein Ende. Da sich kein Käufer für diese Sparte finden ließe, soll der Talkline-Mehrheitsgesellschafter TDC, die ehemalige Tele Danmark, beschlossen haben, diesen Geschäftsbereich innerhalb der nächsten drei Monate zu liquidieren. Nach Informationen der Online-Ausgabe des Magazins "Telebörse" sind von dieser Entscheidung rund 400 Arbeitsplätze betroffen. Insgesamt beschäftigt Talkline 1.500 Mitarbeiter.

Weiterhin auf der Kippe steht demnach auch die Zukunft der restlichen Sparten Mobilfunk und Mehrwertdienste. Zwar hatten im vergangenen Jahr Mobilcom , Debitel und die Telefonica-Tochter Quam Interesse an dem Mobilfunkgeschäft bekundet, eine Einigung scheiterte jedoch angesichts übertriebener Preisvorstellungen.

Wie es heißt, verlangte TDC im September noch 300 Millionen Euro. Nun will der ehemalige Talkline-Chef Klaus Rasmussen die Mobilfunksparte im Rahmen eines Management-Buy-Out übernehmen. Offenbar gelingt es aber nicht, einen entsprechenden Finanzinvestor für diesen Plan zu gewinnen.