Intershop Schuster, bleib bei deinen Leisten

Hat Handwerk goldenen Boden? Das Softwarehaus will mehr Mittelständler als Kunden gewinnen.

Jena - Intershop  will mehr mittelständische Unternehmen als Kunden für seine Software-Lösungen gewinnen. Dazu gründete das Unternehmen zusammen mit dem Rationalisierungs- und Innovationszentrum der Deutschen Wirtschaft in Thüringen die Initiative "Berater- und Mittelstandsportal".

Intershop nutze die Beraterdienste des Zentrums für den Ausbau eines regionalen Kundennetzes, sagte der Vertriebsdirektor Klauspeter Michel am Mittwoch. Anlass war eine gemeinsame Beratung von Intershop und Vertretern des Dienstleister-Vereins aus mehreren Bundesländern.

Korrigierte Ziele

Intershop vermietet interessierten kleinen und mittleren Unternehmen über das Innovationszentrum maßgeschneiderte Software für einen geringen Preis. Michel schätzt, dass in Thüringen binnen zwei Jahren auf diese Weise etwa 200 bis 300 Mittelstandsfirmen Intershop- Anwendungen nutzen können. Dieses Vertriebsmodell solle zusammen mit dem bundesweit agierenden Rationalisierungs- und Innovationszentrum auch auf andere Bundesländer ausgedehnt werden.

Der angeschlagene Jenaer Software-Konzern hatte bereits im vergangenen Jahr eine stärkere Hinwendung zum Mittelstand und Miet-Programme angekündigt. Intershop musste seien Geschäftsprognosen 2001 immer wieder nach unten korrigieren. Auch im vierten Quartal wurde der Sprung in die schwarzen Zahlen nicht geschafft.

Für 2001 rechnet das am Neuen Markt notierte Unternehmen nur mit einem Umsatz von 70 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor waren es noch 123 Millionen Euro gewesen.