TV-Kabel Was fließt durchs Kabel?

Der Streit um Liberty Media ebbt nicht ab. Nun machen die Landesmedienanstalten einen Vorstoß.

Frankfurt/Main - Kommt das Okay vom Bundeskartellamt? Noch ist die Behörde nicht fertig mit der Überprüfung, ob sie den Kabelverkauf eines Großteils des Telekom-Kabels an das US-Unternehmen Liberty Media genehmigen soll.

Auch die deutschen TV-Sender und Landesmedienanstalten stehen einem Verkauf an den US-Konzern skeptisch gegenüber. Nun haben die Landesmedienanstalten einen Vorschlag gemacht, der vielleicht zum Durchbruch verhelfen könnte: Kabelfernsehhaushalte sollen in Zukunft Fernsehprogramm-Pakete nicht nur von ihrem Netzbetreiber, sondern auch von anderen Kabelgesellschaften beziehen können.

Eine solche Durchleitungsverpflichtung ähnlich der im Strommarkt ist aus Sicht der Landesmedienanstalten wegen des Einstiegs des amerikanischen Konzerns Liberty Media in den deutschen Kabelmarkt notwendig.

Andernfalls könne der Kauf des Telekom-Kabelnetzes durch Liberty nicht genehmigt werden, heißt es in einer Stellungnahme der Rundfunkaufseher gegenüber dem Bundeskartellamt, das der "Frankfurt Allgemeinen Zeitung" vorliegt. Liberty lehnt eine Durchleitungsregelung bisher strikt ab.