Stefan Raab Eine Frage der Collage

"Pulleralarm" - der Millionenstreit RTL gegen Stefan Raab geht heute in die erste Runde.

Köln - Der Millionenstreit zwischen dem Privatsender RTL und der Produktionsfirma von Stefan Raabs "TV Total" hat möglicherweise Grundsatzcharakter für die deutsche Fernsehbranche.

RTL fordert vor dem Landgericht Köln von der Firma Brainpool 588.000 Euro für ungenehmigt verwendete Bild-Ausschnitte. Zum Prozessauftakt am Mittwoch erschien Raab nicht.

"Man kann diese Sache von seinem grundsätzlichen Streitgegenstand bis zum Bundesgerichtshof tragen", sagte der Vorsitzende Richter Wilfried Huthmacher. Einen Vergleich schlossen die Anwälte beider Seiten zunächst aus. Raab hält nach Angaben der Produktionsfirma 50 Prozent an Raab TV, eine Tochter von Brainpool.

In Raabs ProSieben-Show waren von Juni 2000 bis Ende Mai 2001 insgesamt 194 Bilder-Schnipsel aus RTL-Sendungen verwendet worden. Brainpool will dafür keine Honorare zahlen, weil es sich um "künstlerische Collagen" der Original-Bilder handele. RTL dagegen pocht auf seine Urheberrechte.