HP/Compaq Unterstützung von Aktionär

Die fusionswilligen Aufsichtsräte bei HP erhalten Schützenhilfe. Ein institutioneller Anleger spricht sich für die Fusion aus.

London - Die Fusion von Hewlett-Packard und Compaq Computer ist längst noch nicht in trockenen Tüchern. Die Schlammschlacht bei HP erreichte einen Höhepunkt, als der Aufsichtsrat sein abtrünniges Mitglied Walter Hewlett in einem offenem Brief indirekt der Lüge bezichtigte. Hewlett ist der einzige Direktor aus dem neunköpfigen Gremium, der gegen den Compaq-Kauf kämpft.

Während die internen Auseinandersetzungen kaum abebben, wirbt HP außen beständig um die Unterstützung für die geplante Übernahme des bisherigen Wettbewerbers Compaq. Offensichtlich erfolgreich, denn das "Wall Street Journal" berichtet, dass HP Unterstützung von der US-Investmentfondsgesellschaft Alliance Capital Management Holding erhält. Alliance sei der erste institutionelle Anleger von HP, der sich für einen Zusammenschluss ausspreche, heißt es in dem Bericht.

"Könnten wir heute darüber abstimmen, wären wir für die Übernahme", zitiert die Zeitung den Vizechef der Fondsgesellschaft, Lewis Sander. Alliance Capital hält den Angaben zufolge 21,3 Millionen HP-Aktien, was einem Anteil von einem Prozent entspricht. Damit ist der Fonds der zwölftgrößte institutionelle Anleger des Druckerherstellers. Neben den HP-Anteilen hält Alliance den Angaben zufolge auch noch acht Millionen Aktien von Compaq.

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