Intershop "Das ist kein Schnellschuss"

Der Softwarespezialist hofft auf den Erfolg seiner neuen Komplettlösung für E-Commerce.

Berlin/Jena - Das Jenaer Softwarehaus Intershop will mit einer neuartigen Komplettlösung für den elektronischen Handel sein Geschäft beleben. Dafür stellte Intershop-Gründer Stephan Schambach am Dienstag in Berlin drei neue Produkte vor, mit der erstmals alle Geschäftsprozesse des E-Commerce abgedeckt würden.

"Das ist kein Schnellschuss. Wir haben seit 1997 planmäßig an dieser Software gearbeitet", sagte der Chef der Intershop Communications AG. Die neue E-Commerce-Software ermögliche es Unternehmen, sämtliche externen Geschäftsprozesse auf einer einzigen Plattform zu bündeln und zu steuern.

Intershop schätzt, dass mit der Software die Betriebskosten von E-Business-Lösungen um mindestens 50 Prozent gesenkt werden können, während die Effizienz der betroffenen Prozesse deutlich gesteigert wird.

Intershop hatte Ende Oktober seine Umsatzerwartungen für das Jahr 2001 auf unter 80 Millionen Euro abgesenkt und erklärt, erst im kommenden Jahr die Gewinnschwelle zu erreichen. Zuvor hatte der Softwarekonzern ein drastisches Sparprogramm verkündet, bei dem unter anderem ein Viertel der Belegschaft abgebaut wurde.

"Wir haben die klassischen Instrumente der Betriebswirtschaft zur Kostenverringerung angewandt. Nun müssen wir auch wieder Innovationen bieten, um bestehende Kunden enger an uns zu binden und neue Kunden zu gewinnen", sagte Schambach.