Bertelsmann Unter strenger Kontrolle

Der Medienriese will mit zwei Zeitschriften den chinesischen Markt für sich erobern.

Peking - Die Bertelsmann AG plant, zwei Zeitschriften in China auf den Markt zu bringen. Zudem verhandele der Medienkonzern mit der chinesischen Regierung über den Bau einer Druckerei, zitiert die "Business Weekly" den Bertelsmann-Chef Thomas Middelhoff.

Middelhoff erwartet, dass der Umsatz in China im nächsten Jahrzehnt auf bis zu 15 Prozent des gesamten Konzernumsatzes steigen wird. Noch trage China einen geringen Teil zu dem Umsatz bei. Zwar dürfte China auch nach dem WTO-Beitritt strenge Kontrollen über verschiedene Sektoren der Medien beibehalten. Der Magazinbereich gilt aber als einer der ersten, der sich ausländischen Investoren öffnen wird, hieß es.

Unterdessen hat die chinesische Regierung mehr als 17.000 Internet-Cafés geschlossen. Als Grund geben die Behörden an, dass die Cafés den Zugriff auf Web-Seiten nicht gesperrt haben, die als subversiv oder pornografisch eingestuft werden. Wie die Schanghaier Zeitung "Wen Hui Bao" berichtete, sind die Schließungen Teil einer seit April laufenden Aktion gegen die insgesamt 94.000 Internet-Cafés des Landes.