German TV Öffentlich-rechtliches Bezahlfernsehen

Deutsche Leitkultur, weltweit. Der Haushaltsausschuss bewilligt 40 Millionen Mark.

Berlin - Zum Aufbau des öffentlich-rechtlichen Auslandsfernsehens hat der Haushaltsausschuss des Bundestages 40 Millionen Mark für die kommenden vier Jahre bewilligt.

Damit sei der Ausschuss jedoch hinter den von Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin veranschlagten 60 Millionen Mark als Anschubfinanzierung für das "German TV" von ARD/ZDF und Deutscher Welle (DW) geblieben, sagte der Obmann der CDU/CSU-Fraktion, Steffen Kampeter, am Freitag. Der neue Sender soll im kommenden Jahr zehn Millionen Mark bekommen. Für die darauffolgenden drei Jahre sind jeweils weitere zehn Millionen Mark angesetzt.

"The German Channel" - jeweils 40 Prozent des Programms liefern ARD und ZDF, 20 Prozent kommen von der DW - soll in Nordamerika als gebührenpflichtiges deutschsprachiges Vollprogramm im kommenden Frühjahr starten. Für den Pay-TV-Kanal - nach einer Marktstudie gibt es 900.000 deutschsprachige Haushalte in den USA - müssen monatlich 15 Dollar (rund 33 Mark) bezahlt werden.

Insgesamt braucht der Sender nach den Planungen 70.000 Abonnenten, um in fünf Jahren verlustfrei zu arbeiten. Der Kanal soll schrittweise auf andere Regionen der Welt ausgeweitet werden.