"FAZ" Beilage eingestellt

Werbeflaute - auch bei der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" wird jetzt die Kostenbremse gezogen.

Frankfurt/Main - Wegen der anhaltenden Anzeigenflaute hat auch die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" drastische Sparmaßnahmen ergriffen. Der Umfang des Blattes insgesamt werde reduziert, die Wochenendbeilage "Bilder und Zeiten" werde zum Jahresende eingestellt. Außerdem würden Honorare für Pauschalisten und die Ausgaben für Dienstwagen gekürzt, sagte "FAZ"-Herausgeber Frank Schirrmacher am Mittwoch. Am Dienstag habe er die Mitarbeiter über die Maßnahmen informiert.

Honorare gekürzt

Die Pauschalistenhonorare würden um etwa 25 Prozent gekürzt, einigen Pauschalisten sei bereits gekündigt worden, sagte Schirrmacher weiter. Neu eingestellte Redakteure haben künftig erst nach fünf Jahren Anspruch auf einen Dienstwagen. Der Umfang der "FAZ" werde über das Jahr gerechnet im Durchschnitt um ein bis zwei Seiten verringert. "Der Leser wird davon aber gar nichts merken", meinte Schirrmacher. Die Texte, die bislang samstags in "Bilder und Zeiten" erscheinen, darunter eine Kolumne von Marcel Reich-Ranicki, sollen künftig im täglichen Feuilleton oder in der Sonntagsausgabe gedruckt werden.

"Es sieht nicht gut aus"

"Es sieht nicht gut aus, es geht ein ganz großes Rütteln durch die Zeitungen insgesamt", kommentierte Schirrmacher die derzeitige finanzielle Lage. Die "FAZ" habe in einzelnen Sparten einen Anzeigenrückgang von mehr als zehn Prozent zu verzeichnen. Die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" dagegen habe die Erwartungen sogar übertroffen, sagte Schirrmacher. Zahlen über die verkaufte Auflage wollte er nicht nennen.

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