Online-Banking Beliebt, aber noch nicht ausgereift

Wo bitte geht's zu meinem Konto? Die Hälfte aller Nutzer ärgert sich über technische Probleme.

Bad Homburg/München - Jeder zehnte Deutsche besitzt derzeit ein Online-Konto bei einer Bank oder einem Direct-Broker - Tendenz weiter steigend. Weitere 39 Prozent der Bevölkerung können sich vorstellen, dass sie mit ihrer Bank per E-Mail kommunizieren beziehungsweise Bankgeschäfte online abwickeln. Das enorme Potenzial des Internet als Vertriebs-, Informations- und Kommunikations-Kanal für Geldinstitute ist damit offenkundig. Dies sind Ergebnisse einer Studie von Context Management Consulting und NFO Infratest.

80 Prozent der Online-Bankkunden berichten, dass sich durch ihre Nutzung von Internet-basierten Serviceleistungen die Effizienz und Verfügbarkeit der eigenen Bankgeschäfte erhöht hat. Dagegen können sich nur zehn Prozent der Nicht-Online-Kunden vorstellen, dass Online-Banking solche Vorteile für sie haben könnte.

Rund 45 Prozent der Kunden geben an, sich häufig über Probleme - meist technischer Natur - beim Online-Banking zu ärgern, insbesondere bei der Internetverbindung oder bei Installationen. Über 10 Prozent beklagen Fehler bei der Abwicklung von Transaktionen, fast acht Prozent der Online-Kunden monieren zudem eine benutzerunfreundliche Menüführung der Website. Die wichtigste Nutzungsbarriere zum Online-Banking sind nach wie vor Zweifel an der Sicherheit der Datenübertragung: 54 Prozent der Nicht-Online-Bankkunden führen dies als Hauptgrund an. Sicherheitsbedenken haben auch Online-Banker, doch befragt nach tatsächlich auftretenden Schwierigkeiten beim Electronic-Banking, führt nur ein Prozent von ihnen Probleme mit mangelnder Sicherheit an.

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.