Liberty Media Verlust steigt dramatisch

Nach einem satten Gewinn im Jahr 2000 weist der Kabelnetzbetreiber einen hohen Verlust aus.

Der US-Kabelnetzbetreiber Liberty Media hat im dritten Quartal dieses Geschäftsjahres einen Verlust von 215 Millionen Dollar verbucht. Das entspricht einem Verlust von acht Cents pro Aktie.

Noch im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen einen Gewinn von 1,76 Millionen Dollar erzielt. Einem Gewinn pro Aktie von 68 Cents. Der Umsatz stieg gleichzeitig von 436 Millionen Dollar auf 521 Millionen Dollar.

Liberty Media wurde im August 2000 aus dem Telekomunternehmen AT&T Corp. ausgegliedert. Konzern-Chef John Melone setzt sich für einen starken Expansionskurs ein. In Deutschland kaufte das Unternehmen vor kurzem Kabelnetze von der Deutschen Telekom mit rund zehn Millionen angeschlossenen Haushalten.

Ob dieser Kauf noch in diesem Jahr abgeschlossen wird, ist noch nicht klar. Der Finanzvorstand der Deutschen Telekom, Karl-Gerhard Eick, sagte: "Ich glaube nicht, dass das Closing dieses Jahr noch kommt." Grund für seine Skepsis ist die Überprüfung durch das Bundeskartellamt.

Während das Okay der Wettbewerbshüter noch aussteht, hat Liberty Media bereits eine weitere Übernahme in Deutschland vereinbart. Das Unternehmen hat die Kabelsparte der deutschen Bank, die Tele Columbus, übernommen. Gleichzeitig beteiligt sich die Deutsche Bank an den Deutschland-Aktivitäten von Liberty Media.

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