Lipro "Fast der schlimmste Betrugsfall am Neuen Markt"

Aktionärsschützer wollen das Softwarehaus auf Schadensersatz verklagen.

Berlin - Die Schutzgemeinschaft für Kleinaktionäre (SdK) will die Verantwortlichen des insolventen Berliner Softwarehauses Lipro auf Schadensersatz verklagen.

Geschädigte Aktionäre sollten sich bei der Organisation melden, damit die Forderungen gebündelt werden könnten, sagte SdK-Sprecher Michael Kunert. Bei Lipro handele es sich "fast um den schlimmsten Betrugsfall am Neuen Markt". Anfang Dezember soll die Aktie vom Neuen Markt verschwinden.

Kunert: Die Schutzgemeinschaft untersuche nun, ob Pflichtmitteilungen des Unternehmens gefälscht gewesen seien. Zudem sei der Rücktritt von Vorständen und Aufsichtsräten nicht beim Handelsgericht gemeldet worden. Eine Hauptversammlung habe nicht stattgefunden. Das Unternehmen sei über Auslagerungen systematisch ausgehöhlt worden, sagte Kunert. "Bei der Lipro AG selbst ist nicht mehr viel zu holen." Anfang Dezember soll die Aktie vom Neuen Markt verschwinden.

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