Beate Uhse Hoffnung im virtuellen Rotlichtbezirk

Der Erotikkonzern will das virtuelle Sexgeschäft auf Touren bringen und kauft Exitec und Netcom.

Flensburg - Die Beate Uhse AG will ihre Präsenz im Internet stärken. Nachdem das Unternehmen bei der Präsentation seiner Geschäftszahlen eingestehen musste, dass der Internetbereich deutlich im Minus ist, soll unter neuer Führung das Online-Geschäft endlich in Schwung kommen.

Wie Beate Uhse am Dienstag ad hoc mitteilte, hat es die beiden Unternehmen Exitec AG und Netcom GmbH erworben. Zugleich soll das Internet-Geschäft neu strukturiert werden. Damit reagiere der Vorstand der Beate Uhse Gruppe auf die nicht zufriedenstellende Entwicklung der Internet-Tochter Beate Uhse New Media GmbH, hieß es. Das 1999 gegründete Exitec entwickelt Community-Tools, die Nutzerströme auf Internetseiten verwalten und interaktive Kommunikation ermöglichen, sowie Microbilling-Systeme für die Abrechnung von Dienstleistungen im Internet.

Für das laufende Jahr wird ein Umsatz von 560.000 Euro bei einem Ergebnis von minus 600.000 Euro erwartet. Ihr Einsatz der Software soll Beate Uhse die Unabhängigkeit von externen Anbietern und Kosteneinsparungen für die Inkassodienstleistung ermöglichen, hieß es weiter.