Telekom Spitzfindige Stichelei

Urteil gegen den Ex-Monopolisten. Die T-DSL-Reklame darf nicht mehr gezeigt werden.

Köln - Der Preiskampf am Telekommunikationsmarkt macht vor allem kleine Anbieter nervös. Jetzt hat der Stadtnetzbetreiber Netcologne einen Prozess gegen die Deutsche Telekom gewonnen. Dem Urteil nach darf der Ex-Monopolist seine derzeitige Werbekampagne für den schnellen Internetzugang T-DSL nicht mehr verwenden.

Netcologne ließ beim Landgericht Köln mit einer Einstweiligen Verfügung die Werbung stoppen. Das Gericht untersagte dem Bonner Konzern am Freitag bei Androhung eines Ordnungsgeldes von bis zu 500.000 Mark unter anderem den Slogan: "T-DSL, mit Topspeed surfen kann jeder - auch Sie!".

Wie der Branchenverband VATM berichtete, behaupte die Telekom in der Kampagne, dass die Ladezeit mit DSL lediglich eine Sekunde daure. Dies könne das Unternehmen aber nicht garantieren.

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