Spar Eingespart

Kein Profit mit frischer Ware. Der Einzelhändler stellt seinen virtuellen Supermarkt ein.

Schenefeld - Die Spar Handels-AG, Schenefeld bei Hamburg, hält nichts mehr vom virtuellen Supermarkt und gibt dieses Geschäftsfeld auf.

Wie der Handelskonzern am Freitag mitteilte, habe der Vorstand "im Rahmen der konsequenten Umsetzung des Sanierungskonzeptes" entschieden, die Aktivitäten der Tochtergesellschaft Einkauf 24 GmbH zum 1. November einzustellen. Auf Anfrage hieß es bei Spar, dass derzeit keine weitere Stellungnahme zu diesem Thema abgegeben werde könne.

Spar hatte sich vor fünf Jahren an der damaligen Einkaufsnetz GmbH zu 50 Prozent beteiligt und die Beteiligung im April vergangenen Jahres auf 100 Prozent aufgestockt. Sukzessive war im Zuge des Internet-Booms das Waren-Angebot des virtuellen Supermarktes in mehreren Städten ausgebaut und der Break-even für 2001 erwartet worden. Studien kamen aber zu dem Schluss, das der Internet-Einkauf nicht nur bei Spar unzureichend war.

Der Spar-Vorstandsvorsitzende Fritz Ammann hatte daher bereits seit einigen Monaten angedeutet, dass dieses Geschäftfeld im Zuge der Fokussierung auf die Kernbereiche Selbstständiger Einzelhandel, Regiemärkte Intermarche und Eurospar sowie die Netto-Discountmärkte zur Disposition steht. Auch ein Verkauf war nicht ausgeschlossen worden. Offensichtlich hat sich aber kein Käufer gefunden.

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