Mobilfunk In Quam liegt der Funke

Das Konsortium Group 3G startet in Deutschland mit der Marke "Quam" in das Mobilfunkgeschäft.

München - Ende November werden erste "Quam"-Mobilfunk- und Datendienste angeboten. Zeitgleich eröffnen 15 "Quam"-Geschäfte in den Ballungsgebieten. Spätestens im übernächsten Jahr will das Unternehmen mit Angeboten für den neuen Mobilfunkstandard UMTS starten. Die spanisch-finnische Group 3G hatte sich im August 2000 neben D1, D2 Vodafone, E-Plus, Viag Interkom und Mobilcom für mehr als 16 Milliarden Mark eine UMTS-Lizenz ersteigert.

Wegen des harten Wettbewerbs auf dem deutschen Markt hatten Branchenkenner dem Gemeinschaftsunternehmen allerdings keine großen Chancen eingeräumt. "Uns ist immer gesagt worden, wir haben kein 'Brand', wir haben kein Netz und wir haben keine Kunden", sagte Unternehmenschef Ernst Folgmann. Mit dem neuen Markennamen "Quam" und dem vor wenigen Wochen besiegelten UMTS-Netzbündnis mit E-Plus seien zwei dieser Hürden nun genommen.

Geschäftskunden im Visier

Auch bei der Gewinnung von Kunden ist Folgmann zuversichtlich. Es sei das Ziel, innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre einen Marktanteil von mehr als zehn Prozent zu erobern, bekräftigte er. "Dabei spielt der Geschäftskundenbereich eine entscheidende Rolle."

Den Konkurrenzkampf mit den Wettbewerbern läutet das Unternehmen in der kommenden Woche mit einer groß angelegten Werbekampagne für den Markennamen "Quam" ein. In diesem Jahr will die Group 3G dafür einen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag ausgeben. Gleichzeitig wirbt das Unternehmen auch um Mitarbeiter. Bis Mitte nächsten Jahres soll die Zahl der Beschäftigten von derzeit rund 550 fast verdoppelt werden. Allein in diesem Monat hätten 160 Beschäftigte ihre Arbeit begonnen.

An dem Group 3G-Konsortium sind die spanische Telefonica Moviles zu 57,2 und die finnische Sonera zu 42,8 Prozent beteiligt. Mitte September hatten sich E-Plus und die Group 3G als erste Anbieter auf eine UMTS-Netzkooperation geeinigt. Durch das Bündnis rechnen die Anbieter mit Einsparungen in Höhe von mehreren Milliarden Euro.