Intershop Benelux-Länder im Visier

Der Software-Experte Stephan Schambach weitet den Vertrieb in Belgien und Holland aus.

Jena/Hamburg - Nach dem schrittweisen Rückzug aus den USA investiert der angeschlagene Jenaer Software-Anbieter Intershop in seine Vermarktung in Europa. Dazu eröffnete der Vorstandsvorsitzende Stephan Schambach neue Vertriebsniederlassungen nahe Brüssel und Amsterdam. Beide Büros arbeiten unter der Regie des Intershop-Partners VRC Netshopping. Dadurch sollen weitere Umsatzpotenziale im Benelux-Raum erschlossen werden, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

"Intershop verfügt bereits über eine sehr gute Kunden- und Partnerbasis im Benelux-Raum", sagte Schambach. "Diese Marktposition wollen wir festigen und ausbauen." Durch die neuen Niederlassungen sollen vor allem Kunden wie KPN Telecom, Philips, Canon, Wolters Kluwer oder BOL Nederland besser betreut werden. VRC Netshopping wurde 1996 im niederländischen Sittard gegründet und beschäftigt etwa 20 Mitarbeiter. Sie konzentrieren sich nun auf die Vermarktung und Installation von Intershops Software-Lösungen in Belgien, Luxemburg und Holland.

Die am Neuen Markt notierte Intershop AG bietet standardisierte Software-Lösungen für den elektronischen Handel an. Die rund 1000 Mitarbeiter erwirtschafteten im Jahr 2000 einen Umsatz von 123 Millionen Euro. Für dieses Jahr rechnet die Konzernleitung nach zwei schwachen ersten Quartalen mit einem geringeren Umsatz. Die Intershop-Aktie behauptete sich am Dienstagmittag mit 1,29 Euro gegenüber dem Vortag. Ihr höchster Kurs lag im März 2000 noch bei 130 Euro.

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.