Online-Briefmarke Ein Rechenexempel

Ob sich "Stampit" lohnt, bezweifeln Verbraucherschützer. Ihr Urteil: zu teuer.

Düsseldorf - Erst vor kurzem ist die Deutsche Post mit der Internet-Briefmarke auf den Markt gekommen. Doch die Einführung der per Internet erhältlichen Briefmarke stößt nicht überall auf Begeisterung.

Der Verbraucher-Newsletter zum Beispiel warnt vor der Online-Briefmarke. Begründung: Zu teuer. Der Hintergrund: Die Deutsche Post führt Ende August die Briefmarke aus dem Internet bundesweit ein. Die posteigene Software "Stampit" ermöglicht es, Briefe und andere Postsendungen zu Hause auf dem eigenen PC und Drucker zu frankieren.

Um "Stampit" zu nutzen, benötigen die Kunden einen handelsüblichen Pentium-PC mit Tintenstrahl- oder Laserdrucker sowie einen Internet-Zugang. Eine zusätzliche Hardware sei nicht erforderlich, da das Portoladen und die Frankierung ausschließlich über das Internet erfolgen. Kunden zahlen aber für die Nutzung von "Stampit" einen Einmalpreis in Höhe von 83,50 Euro pro genutztem Portokonto. Zusätzlich kommt ab dem siebten Monat ein monatliches Entgelt von 2,30 Euro hinzu. Dafür werden den Kunden unter anderem Software-Updates zur Verfügung gestellt. Noch bis zum 15. August beträgt der Einstiegspreis 140 Mark.

Interessierte sollten aber überlegen, so die Verbraucherschützer, ob das Angebot sich rechnet, da schon im ersten Jahr an Grundkosten 91,80 Euro beziehungsweise in jedem weiteren Jahr 27,60 Euro anfallen. Allein die Grundkosten sind schon das Porto für 49 Standardbriefe, die aber noch nach Altvätersitte geleckt werden müssen.